Kleider aus Milch

Antibakterielle Textilien auf Basis eines nachhaltigen Produktionsverfahrens

Weich fließend, bei Hitze kühl und bei Kälte wärmend. Dazu Allergiker geeignet und biologisch abbaubar. Die Mikrobiologin und Designerin Domaske aus Hannover, entwirft Kleidung aus Wegwerf-Milch.

Am Anfang der Produktion steht die Milch. Zwischen sechs und zehn Liter sind nötig, um den Stoff für ein Kleid herzustellen. Die Milch muss sauer werden, damit sich das Milcheiweiß Kasein absetzt. Diese quarkähnliche Eiweißmasse wird von der Molke getrennt und getrocknet. Was danach passiert, ist ein Betriebsgeheimnis. Nur so viel verrät Domaske: Dem getrockneten Kasein werden Wasser und natürliche Zutaten beigemischt.

Anschließend wandert die Masse in eine Art „Fleischwolf“, der normalerweise Polyesterfasern liefert und für die Milchfaserproduktion aufwändig umgebaut werden musste. In verschiedenen Spinnereien in ganz Deutschland werden diese Fasern schließlich zu unterschiedlich starken Garnen weiterverarbeitet.

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Nachhaltige Kleidung aus Milchproteinfasern

Kategorie: Allgemeines, Color & Material, Trend Report Kommentieren »


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