IKEA setzt auf Verdana

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Mit Schrecken halte ich dieser Tage den neuen IKEA-Katalog für 2010 in den Händen. Keine Futura mehr zu sehen. Nirgends. Restlos getilgt. Statt dessen hat man tief in die typografische Trickkiste gegriffen und die Allerweltsschrift Verdana hervorgezaubert. Dafür mag es verschiedene Gründe geben. Zum einen ist die Verdana auf jedem Rechner vorinstalliert und damit frei benutzbar. Es entfallen also hohe Lizenzgebühren für das Unternehmen. Zum anderen soll es vielleicht IKEAs Außenwahrnehmung untermauern: Billige Produkte für jedermann zum selbst Zusammenbauen. Wer weiß, was die Art Direktoren da geritten hat. Eines ist sicher: den großen Wurf haben die Schweden damit nicht gelandet. Die neue Hausschrift lässt doch sehr an Charakter vermissen und ist außerdem eine Bildschirmschrift, die für kleine Schriftgrößen optimiert wurde.

Weitere Meinungen zum Thema:
http://www.fontblog.de/ikea-katalog-2010-verdana-ersetzt-futura

Kategorie: Allgemeines, Brand & Strategy Kommentieren »


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