Archiv für Oktober 2010


Guerilla in der Onlinewerbung

11. Oktober 2010 - 17:02 Uhr


„Was für Konsequenzen entstehen für das virale Marketing?

Haben Markenfirmen noch eine Kontrolle über ihre Botschaft?

Was können Unternehmen tun, um ihre Marke zu schützen?

Wie läßt sich das Internet für Firmen besser nutzen?“


In einemVideo hatte sich jemand über die Auswirkungen des Danone-Joghurts Activia auf das Verdauungssystem lustig gemacht. Wäre das Unternehmen bereit, ihm für jeden Klick auf das Youtube-Video ein paar Cents zu zahlen? Falls nicht, habe er auch noch kritischere Parodien über die Produkte von Danone auf Lager.

Dieser Mensch gehört zu einer  wachsenden Schar von Guerilla-Videoproduzenten, die sich im Webdschungel an große Unternehmen heranmachen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Auch wenn seine Produktionsfirma Produlz.com nur aus ein paar Rechnern und einem Aufnahmestudio in einer mit Graffitis übersäten Seitenstraße von Sao Paulo besteht, stellt sie doch eine ernstzunehmende Gefahr da: Seine Videos haben bei Youtube bereits 17 Millionen Zuschauer gefunden. Er und andere sind mit ihren Aktivitäten dabei, die Regeln des Werbe-Business umzuschreiben. Bislang hatten hier die großen Marken dominiert: Sie mussten einfach nur ihre Spots in die Fernseher von Millionen Verbrauchern bekommen. Doch die funken nun zurück: Jeder, der mit einer Videokamera umgehen kann und halbwegs Talent hat, kann selbst ein Millionenpublikum beglücken. Und wie es aussieht, beschäftigen sich viele der neuen Hobbyproduzenten gerne mit Markenfirmen – ganz egal, was die davon halten. (http://www.heise.de/tr/artikel/Guerilla-in-der-Online-Werbung-1101403.html)

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Wie viel ‚Gesicht‘ braucht die Mensch-Computer-Interaktion?

8. Oktober 2010 - 12:34 Uhr

Gestenerkennung über direkte Hardwaresysteme wie Maus, Digital Pen und Touchpad sowie mittels berührungslosem Tracking von Körperhaltung -drehung und -verlagerung sind heutzutage aus Softwareapplikationen nicht mehr wegzudenken.

Jedoch ist diese vornehmlich auf die Interaktion durch die Händen beschränkt. Noch zu wenig werden der Kopf, insbesondere jedoch die Gesichtsregionen mit einbezogen. Dabei ist Mimik als nonverbale Kommunikationsart sehr viel mehr instinktiver Natur. Sie erlaubt durch feinste Abstufungen eine weitaus größere Bandbreite an Mittteilungsmöglichkeiten und ist somit unverzichtbarer Bestandteil zwischenmenschlicher Verständigung. Im Gegensatz dazu sind Gesten meist nur kommunikationsbegleitend und darüber hinaus interpretationsabhängig und erfordern einen weitaus höheren Lernaufwand.

Die Schwierigkeit besteht aber gerade in der Interpretation dieser fein abgestuften Nuanciertheit der menschlichen Mimik, durch welche die mannigfaltigen Gesichtsregungen entstehen und die es von Computersystemen zu interpretieren gilt.

Noch kommen ‚Facetracking‘ und ‚Mimic Detection‘ nur marginal zum Einsatz. Technologien und Algorithmen zur Mimikinterpretation sind aber in der Entwicklung. Ein Pionierprojekt wurde am Fraunhofer Institut entwickelt – ‚Real Time Face Detector‘. Gemütszustände wie glücklich, traurig, sauer, überrascht werden durch einen zuverlässig funktionierenden Erkennungsalgorithmus als Gauge-bar neben dem Gesicht visualisiert.

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http://maltekueppers.de/wp/?p=1253

http://www.daylife.com/photo/0dtr4QuaUhfR1

Auch das Ermitteln von Herzfrequenzen  bietet möglicher Weise einen interessanten Ansatzpunkt. ‚MIT – Medical Lab Mirror‘ –  eine Spiegel-Web-Cam Kombination – ist genau dazu in der Lage und wurde ursprünglich für den medizinischen Bereich konzipiert. Wäre es aber nicht durchaus vorstellbar, über Änderungen der Herzschläge Gefühlszustände abzuleiten und auf diese entsprechend reagieren zu können?

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Mimikerkennung bietet demnach unheimlich viel Potential für die MCI. Sicher werden es am Anfang primär Applikationen mit spielerischem Ansatz sein, in welchen Mimik zum Einsatz kommt. Das Ziel muss es jedoch sein, dieses Potential sinnvoll einzusetzen und adäquate Anwendungsszenarien zu entwickeln.

Denkbar sind noch mehr personalisierte und individualisierte Informations- sowie Produktangebote innerhalb des World Wide Web, welche aus der Mimik des Nutzers abgeleitet und entsprechend auf ihn zugeschnitten sind. Auch Spracherfassungs-Applikationen könnten in Kombination mit Mundbewegung noch präziser werden. Große Bedeutung wird Mimikerkennung in der Kriminalistik im Bereich Wahrheitsfindung/Lügendetektion erlangen.

Aber können Gefühlsregungen darüber hinaus Einfluss auf die Art und die Anzahl gezeigter Informationen nehmen? Kann ein fragender oder erstaunter Blick in einem bestimmten Kontext bereits automatisch weiterführende Information liefern? Kann die Gefühlslage Einfluss auf die Gestaltung des Interface nehmen – möglicher Weise durch das Offerieren beruhigender Musik oder Farben in Stresssituationen? Dieser Gedanke ist in alle Richtungen weiterführbar. Die MCI wird menschlicher, erlebbarer, emotionaler, noch intuitiver.

Darüber hinaus gilt es zu überlegen, inwieweit Mimik die MCI weg von der abstrakten Befehlsformulierung hin zur Nachempfindung natürlicher Kommunikation verlagern kann. Ein Beispiel dafür wäre eine Unterhaltung mit einem Computersystem, was ein enormer Schritt in Richtung künstliche Intelligenz bedeuten würde. Davon ist man noch weit entfernt.

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WENN INTERFACES EIN ‚GESICHT‘ BEKOMMEN, kann eine ganz neue Qualität der MCI entstehen!

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OLED Perspectives

8. Oktober 2010 - 08:39 Uhr

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Since a couple of years the growing potential of OLED technology not only for highly thin and flexible display purposes in all sorts of media products but also for becoming one of the most promising lighting sources in the near future is exciting to follow from a design perspective, as it offers manifold potential bringing together visions of architecture, design and User Interface.

The Company Universal Display just recently delivered eight wrist-mounted OLED displays to the US Army. Those 4.3″ QVGA full-color displays are based on UDC’s phosphorescent OLED materials and are built on thin flexible metal foil. (http://www.oled-info.com/tags/flexible_oleds) and other, flexible and transparent OLEDs were introduced as prototypes(http://www.oled-info.com/mitsubishis-diamond-vision-oled-150-screen-costs-400000-we-got-new-video)

2 years ago, at the light and building fair prototype designs by Ingo Maurer introduced Osram´s OLED Lighting ambitions and now Phillips and Osram are already offering OLED light kits for light design.
Since February 2010 Lumiotec is offering a bigger and brighter but also thicker panel(http://www.oled-info.com/lumiotec-oled-lighting-panel-hands-review).
On their web page Osram envisages large scaled, transparent OLED light sources and even OLEDs serving as Room windows.
(http://www.osram-os.com/osram_os/EN/News_Center/Trade_ShowsEvents/Light%2bBuilding_2010/Videos/index.html)
http://www.osram-os.com/osram_os/EN/News_Center/Spotlights/Success_Stories/OLED-artwork-by-Ingo-Maurer-with-OLEDs-from-OSRAM.html

A further push for this technology, becoming marketable for a mainstream use by reduced BOM (current range for controler/panel kit ranges between 250 and 900) can be expected when Osram starts mass production in their newly set up production plant for OLED in Regensburg/Germany.

Despite the costs, advantages of OLED against Halogen-, Luminescent- and even LED lighting are apparent.
According to OLED Info (http://www.oled-info.com/oled-light) not only are OLEDs super efficient and thin, but these ‚lamps‘ do not carry any ‚bad‘ metals such as mercury. Further advantage is that the homogenous plain sourced light can be dimmed and color monitored by mixturing the RGB layers. According to the Fraunhofer Institut and another OLED light suplier `Novaled` ìt´s natural status is of a warm character anyway, as the colors have a broader spectrum than in Inorganic LEDs .

Challenging for future design in an architectural context will be the merge of technologies such as photovoltaic energy generation on flexible facades, transparency with light emittance and information display all in one!

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OnObject – newest project of the MIT

7. Oktober 2010 - 16:32 Uhr

OnObject is one of the newest projects of the  MIT Media Lab.

What is it? –  a small device user wears on hand to program physical objects to respond to gestural triggers

Function: Attach an RFID tag to any objects, grab them by the tag, and program their responses to your grab.

Universal Application: With Using OnObject the end users can create gestural object interfaces and enjoy them.

Gestures:

4661762

Function:

(source: http://tangible.media.mit.edu/projects.php)

Examples


Really interesting is to copy and paste the programming from one object to another. So you propagate the interactivity in your environment.

http://vimeo.com/12562881


more projects of the MIT on: http://tangible.media.mit.edu/index.php

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Making Future Magic: light painting with the iPad

4. Oktober 2010 - 15:07 Uhr

The creative communication agency Dentsu London wanted to explore how the media landscape is changing by exploring how surfaces and screens look and work in the world. To their help they collaborated with design consultancy BERG to visualize the aesthetic interpretation of those ideas.

For this concept BERG found a playful use of the increasingly ubiquitous ‘glowing rectangles’ that inhabit the world. So for this particular film they invented a technique to light paint using long camera exposures to record an iPad moving through space in order to make a stop motion film of 3-d light forms.

The project aimed to expand the value of the commercial communications by approaching things with priorities to make creative work that is contributory and sensible to its culture and environment; to be exploratory and sensitive with regard to materials and media; to wonder what magical visions (as opposed to the familiar dystopias) of the future of media might look like.

dentsulondon.com

berglondon.com

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