Archiv für Oktober 2010


Man nehme…

29. Oktober 2010 - 08:32 Uhr

Man nehme…

14 Servogelenke (Torso, Kopf, Schwanz, Hals, Beine) mit Force-Feedback, 38 Berührungs-, Geräusch-, Licht- und Neigungssensoren, einschließlich neun Berührungssensoren (Maul, Brust, Kopf, Schultern, Rücken, Füße), acht Fuß- und Zeh-Sensoren und eine flüssige, quadrupede (vierfüßige) Bewegung . Dann trainiert man die Fähigkeit an, Hindernissen auszuweichen und Absturzkanten zu meiden.  Natürlich darf es an einer Tonausgabe, akustischen Stereosensoren und  einer Takterkennung bei Musik nicht fehlen. Abschließend braucht man noch ein aktualisierbares Betriebssystem, das „Life Form OS“ und ein Persönlichkeitssystem, eine Speichererweiterung mittels SD-Karte und einen wieder aufladbaren Akku:

Das ist Pleo. Der modernste Spielzeugroboter der Welt, hergestellt von der Firma Ugobe. Er agiert autonom, ist lernfähig und entwickelt seine eigene Persönlichkeit. Durch die Interaktion mit dem Menschen entwickelt sich jeder Pleo anders. Kurz gesagt: Ein Vorgeschmack auf die zukünftige Beziehung von Mensch und Maschine. (http://www.innovations-report.de/html/berichte/messenachrichten/bericht-117020.html)

 

Über Jahre beschäftigt sich die Forschung mit der Roboter-Technik, die den Menschen bis ins Kleinste kopieren soll und jetzt dreht man den Spiegel um. Internationale Wissenschaftler erforschen in dem Projekt LIREC (Living with Robots and intEractiv Companions) was Roboter mit ihrem Verhalten in uns Menschen auslösen. www.lirec.eu. LIREC ist ein durch die EU gefördertes 8 Millionen Euro-großes  Kooperationsprojekt aus dem Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie und ist für vier Jahre bis 2012 angesetzt. „Das Ziel von LIREC ist es, eine neue Generation von interaktiven, emotional intelligenten künstlichen Kameraden zu entwickeln, die in der Lage sind, mit Menschen langfristige Bindungen aufzubauen. LIREC richtet sein Augenmerk dabei sowohl auf „körperliche“ Agenten, z.B. Roboter, wie auch auf „körperlose“ Programme. Insbesondere wird untersucht, auf welche Weise Menschen auf die sog. Migration (d.h. ein künstlicher Kamerad wechselt seinen Körper z.B. vom Roboter zum PDA ) reagieren“. (http://www.uni-bamberg.de/grip/projekt-lirec/). Wenn man das liest und hört, fragt man sich, wie denn der ideale Roboter aussehen soll? Will ich in meinem Umfeld mit Maschinen zusammen leben oder soll es eine Gesellschaft vieler bunter Tiere sein wie Pleo? Will ich einen Roboter, der mir hörig ist oder soll er auch aktiv mich ansprechen? Roboterethik ist also auch eine Thematik in der Studie. Eine weitere Herausforderung wird das Thema Sicherheit und Datenschutz sein. Da die Roboter mit Kameras ausgestattet sein werden, stellt sich die Frage, wer auf die Bilder zugreifen darf? Oder was passiert mit dem Gedächtnis des Roboters? Und wie stellen wir sicher, dass ein Roboter nicht gehackt wird?

 Im Grunde genommen, hat Friedrich Schiller in seinem Gedicht Lied von der Glocke schon alles gut zusammen gefasst: „(…)Der schrecklichste der Schrecken, Das ist der Mensch in seinem Wahn.“ Die Zukunft hat schon begonnen.

 

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VR – the next HYPE?!

28. Oktober 2010 - 17:00 Uhr

Irgendwie ist alles schon einmal da gewesen.

Augmented Reality (AR) wurde bereits Mitte der 60er Jahre von Ivan Sutherland erforscht (siehe Abbildung 1) und auch Multitouch hat seinen Platz in der Mensch-Maschine-Interaktion schon seit Anfang der 80er Jahre (z.B. Bill Buxton, link). Doch erst heute stehen Technologien zur Verfügung, die es ermöglichen, dass solche Innovationen aus unserem alltäglichen Leben nicht mehr weg zu denken sind.

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Abbildung 1 (Quelle: thinkingfluidly)

Was könnte nach AR (z.B. METAIO), Gestik-Steuerung (z.B. Microsoft Kinect) oder 3D-Filmen als nächstes den Sprung in die heimischen Wohnzimmer schaffen?!

Anfang der 90er Jahre war das Thema Virtual Reality (VR) bereits sehr präsent. Virtuelle Realitäten, die durch aufsetzbare Helme mit kleinen Displays, erlebbar waren, wurden als der nächste Schritt hin zu einem noch immersiveren Nutzererlebnis gehandelt. Hardware wie z.B. der VFX-1 von Forte (siehe Abbildung 2) machten die Technologie für den Heimanwender erschwinglich und sogar in Hollywood wurde die Thematik thematisiert (siehe Abbildung 2, The Lawnower Man). Doch zu damaligem Zeitpunkt war die Technologie noch nicht so weit. Die User Experience im „Cyberspace“ beschränkte sich meist auf Kopfschmerzen und Übelkeit, so dass die Geräte sehr schnell wieder verschwanden.

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Abbildung 2 (Quellen: imbd, museum.bounce-gaming)

Aktuelle CPU/GPU-, Display- und Sensorik- Technologien könnten VR jedoch zu einem zweiten Frühling verhelfen – schon heute. Wird VR also der nächste neue, alte HYPE?

Konzepte wie der Virtual Cocoon der Universität Warwick (siehe Abbildung 3) geben einen Ausblick, wie die Zukunft von VR aussehen könnte. Der Virtual Reality Headset spricht alle fünf Sinne an und kann damit den Nutzer virtuell an jeden Platz der Erde versetzen. Noch ist der Virtual Cocoon ein Konzeptprototyp, doch es ist abzusehen, dass das Erleben und Abtauchen in nahezu jeder virtuellen Realität nicht mehr lange nur Science Fiction bleibt und Teil unseres Alltags wird.

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Abbildung 3 (Quelle: softsailor, university warwick)

Es stellt sich die Frage, ob wir dann noch von Virtual Reality oder schon von Real Virtuality sprechen werden.

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Arduino

27. Oktober 2010 - 13:59 Uhr

Arduino ist ein open-source Prototyping-Tool das auf einfach zu benutzender Hard- und Software basiert. Es ist nicht nur für Künstler und Designer interessant sondern für jeden der interaktive Objekte oder Umgebungen schaffen möchte.

Die Bekanntheit und Beliebtheit des Arduino ist in den letzten Jahren rapide angestiegen. Die Vorteile gegenüber Konkurrenzprodukten bestehen darin, dass das Arduino sehr leicht zu programmieren sowie die Software betriebssystemunabhängig ist. Das Einsatzspektrum dieses kleinen unscheinbaren Elektronikartikels ist immens, das Ardunio kann autark mit einer eigenen Stromversorgung oder mittels USB-Anschluss an einem Computer betrieben werden. Die Programmiersoftware wird einfach von der Arduino-Homepage heruntergeladen. Das Gegenpedant zu Arduino in der Software bildet das Programm Processing, welches auch open-source ist.

Die Basis bildet der Microcontroller auf der Platine, flankiert von Pins welche analoge/digitale Ein- und Ausgänge sind.

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Es gibt unter anderem ein Arduino Mini und Nano sowie die LilyPad Serie welche für den Einsatz auf Bekleidung konzipiert ist. Arduino-Hardware




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Nov2010 erscheint ein neuer Sensorensatz der durch ein Steckersystem das Vernetzen der Sensoren mit dem Arduino noch einfacher gestalten wird.

Die folgenden Links helfen sich in der Welt des Arduino zu orientieren:
www.arduino.cc | www.processing.org | www.fritzing.org | www.bausteln.de




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developments in the mobile-phone market

22. Oktober 2010 - 09:42 Uhr

windows mobile 7  coming, new nokia n8 coming, 4.3 inch-screens coming, loads of pads and tabs coming – the mobile phone marktet seems to be changing faster than ever. researchers at www.asymco.com have made some interesting grafics to visualize the latest changes in the industry. off course some facts are quite what you’d expect – like apple being the highflier – but its interesting to see this supported by grafics that are based on actual market data. another grafic has been posted ar designlanguage.com and illustrates the lawsuits and patent-issues in the mobile-industry … nokia seems to sew everyone! wait a second… aren’t they the ones who lost most of their market?!?screen-shot-2010-10-05-at-10-5-7_58_32-pm11screen-shot-2010-10-05-at-10-5-10_04_22-pm1500x_mobilesuits

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Apple OSX Lion meets iPad and iPhone

21. Oktober 2010 - 17:52 Uhr

[youtube EmLUH-v4iOY]

Die überaus positiven Erfahrungen aus dem mobilen Bereich mit iPad und iPhone will Apple auf Desktops und Notebooks ausdehnen. Zunächst plant die Firma einen App Store für MacOS, der innerhalb der nächsten 90 Tage erscheinen soll. Der App Store wird laut Steve Jobs nicht der einzige, aber der „beste Ort“ sein, um Applikationen für das Betriebssystem zu finden. Ab November können Entwickler ihre Anwendungen einreichen. Von den Einnahmen gehen 70 Prozent an Entwickler, 30 Prozent behält Apple. Nutzer können im App Store gekaufte Software auf bis zu fünf Macs installieren.

Darüber hinaus wird das neue Betriebssystem ein sogenanntes Launchpad erhalten, das – ähnlich wie beim iPad – einen einfachen Zugriff auf Programme ermöglichen soll. Es minimiert alle geöffneten Fenster und zeigt alle installierten Anwendungen in einer bildschirmfüllenden Übersicht an. Die Programmsymbole lassen sich beliebig anordnen und gruppieren. Im App Store gekaufte Anwendungen werden automatisch im Launchpad erscheinen

Mit dem Feature Mission Control gibt Apple Nutzern einen Überblick über gestartete Programme. Es zeigt Miniaturansichten von Vollbild-Apps und geöffneten Fenstern an. Auch Dashboard, Exposé und Spaces erscheinen in Mission Control. Die Auswahl einer Anwendung erfolgt durch einen Klick auf die Vorschau.

Multitouch-Gesten seien allerdings keine ideale Lösung für Desktop-Rechner, so Jobs. „Touch-Gesten sollten nicht vertikal sein. Man ermüdet nach einer kurzen Zeit. Das ist ergonomisch gesehen fürchterlich.“ Multitouch-Gesten für Mac erfolgten, ähnlich wie auf iPad und iPhone, horizontal.

„Wir haben iOS perfektioniert. Was wir gerne möchten, ist, die durch iPhone und iPad angeregten Innovationen auf Macs zu übertragen.“

Quelle: Apple, ZDNet

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A step towards (even more) intelligent products?

20. Oktober 2010 - 11:42 Uhr

U.K based researchers have recently succeeded in creating a promising nanoscale memory component. The device stores information employing nanoscale transistors made from zinc oxide. The data is stored electrically and is nonvolatile, i.e. it retains data when switched off, just like flash memory does. Naturally, there are still a couple of downsides to this brand new technology. Currently nanoscale memory cannot hold data for as long as flash, is slower and has fewer rewrite cycles. Given the fact that it is in an early developing stage it is nonetheless promising. Once made applicable, it could pave the way for a whole new class of electronic products. The main advantage being that it is made using simple processes at room temperature, it can be deposited on flexible plastic materials. Thus nanowire memory could go hand in hand with OLEDs facilitating truly flexible or wearable electronics. Moreover, it will enhance the possibilities of miniaturization where necessary. Further, there is a huge potential e.g. with devices for augmented reality. A whole system of heads-up display plus all the peripheral components might be entirely incorporated in sunglasses, gloves and the like. Although a lot of work still needs to be done, we as designers might as well start thinking about the product opportunities and future scenarios right now.

For more info see: http://www.technologyreview.com/computing/26580/page1/
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Smarte Teilchen

14. Oktober 2010 - 16:47 Uhr

In einer Forschungskooperation zwischen der Carnegie Mellon University und den Intel Research Labs, Pittsburgh wird derzeit smarte Materie entwickelt. Das ambitionierte Projekt bringt Nanotechnologie und Robotik zusammen: Synthetisch erzeugte Kleinstpartikel mit beinahe jeder beliebigen physikalischen Eigenschaft werden sensorisch und programmierbar. Diese intelligenten, kugelförmigen Teilchen (Catoms) lassen sich zu dynamisch formbaren Körpern zusammensetzen.

Was sich heute ausmalt wie ein Science Fiction Szenario, lässt praktisch alles möglich erscheinen. Eine der naheliegenden Einsatzmöglichkeiten von Körpern, die in real-time Form, Farbe und Oberflächenbeschaffenheit verändern können, ist 3D-Modelling.

[youtube 16vBZbna2rk]

Was einerseits hochtechnologisch und ultra komplex erscheint, ermöglicht auf der anderen Seite User Interfaces, die nicht mehr als solche wahrgenommen werden. Wenn das Werkzeug direkt auf den Nutzer reagiert, wird die Schnittstelle obsolet. Wie unmittelbar Interaktion erfolgen kann, deren Gegenstand der Rohstoff an sich ist, ist das Thema der Studienarbeit Living Kitchen von Michaël Harboun.

[youtube ZrmYdMZaMwY]

Die Möglichkeiten von Claytronics laden dazu ein, User Interface Design noch viel näher am Nutzer zu denken um Technologie menschlich zu gestalten.

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Light Pool by IIDA/KDDI

14. Oktober 2010 - 10:37 Uhr
Mobile light & sound installation
Mobile light & sound installation

LIGHT POOL is a cooperation between KDDI and two young creative minds with world wide reputation.

LIGHT POOL possesses a unique form never before seen in a mobile phone, which
is composed of a truss-like structure and surfaces.
Its highly beveled silhouette is designed so as to fit comfortably in
anyone’s hand.

The 22 LEDs arranged along the triangular windows that cover the surface of
the phone blend with the rhythm of music to create a gorgeous scene.
LIGHT POOL comes preset with 10 kinds of light
and sounds based on a variety of themes.

60 different patterns of light sketch a kaleidoscope of colors the moment you
receive a phone call or open and close the phone, as well as flashing on the
hour to let you know the time.

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Microsoft LightSpace: multi-touch everywhere

13. Oktober 2010 - 19:04 Uhr

A very interesting concept has been developed by Microsoft, extending the way of interaction we know from the multi-touch Microsoft Surface Table to the whole room. The video shows a scenario with one projector and several depth sensing cameras that create a unified 3D model. This system tracks not only finger movements, but the position and movements of people in the room. So each area within this room – furniture, floor, walls – can serve as a multi-touch surface; elements can be handled over from one person to another and then be displayed on another surface.

Of course, this scenario requires quite a lot of preparation and – I assume – system setup and configuration. But it surely is an interesting approach towards a more and more flexible way to share and interact with data in a multiple people scenario.

[youtube JLLI7qh-xdY]

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3D printed fashion

11. Oktober 2010 - 23:26 Uhr

Iris van Herpen, a Dutch fashion designer, is experimenting with a technology that is normally used for rapid prototyping in industrial design: 3D printing. Her skeleton-like bolero doesn’t look too comfortable, but this way of designing and manufacturing clothes will definitely bring new aspects to the field of fashion in the future. Let’s see which materials and technologies fashion designers are going to explore next time…
Parts of van Herpen’s collection will be shown at an exhibition which opens next week at Israel’s Design Museum Holon.
More information at: http://fashionista.com/2010/10/iris-van-herpen-blends-couture-with-technology/

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